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Jaouen Salaün

Jaouen Salaün ist 1979 in Frankreich geboren. Er wollte Profi-Sportler werden, bis er mit 16 auf dem Dachboden signierte Comicbücher von Moebius, Liberatore, Gillon u. a. entdeckte. Daraufhin studierte er an der Grafik-Akademie Lyon und veröffentlichte 2006 seinen ersten Comic im Verlag Soleil, andere bei Humano und Casterman folgten. Auf Deutsch erschien die anspruchsvolle, dystopische Sci-Fi-Serie Elecboy bei Splitter.

eon

Der französische Comic-Zeichner eon, bürgerlich Joseph Viglioglia, wurde in Lyon geboren, lebt aber seit geraumer Zeit in Italien. Er bezeichnet sich selbst als Spätberufener, schließlich fand er erst im Alter von 30 Jahren zum Comic-Zeichnen. Seitdem arbeitet er für italienische und französische Verlage, vor allem für Sergio Bonelli Editore und Éditions Soleil (hier zuletzt erschienen: Karolus Magnus).

Alessio Schreiner

Alessio Schreiner, geboren in Rom 1971, arbeitete als Kellner und am Bau, er verteilte Prospekte und schrieb Werbetexte. 1999 verfasste er sein erstes Comic-Szenario, das über Italien hinaus Anklang fand. Für die erfolgreiche Seifenoper Un posto al sole (Ein Platz an der Sonne) schrieb er seit 2004 fast 200 Episoden sowie Erzählungen, die in renommierten Verlagen in Italien erscheinen.

Claude Renard

Der Belgier Claude Renard (1946-2019) war Teil der Generation, die am Institut Saint-Luc in Brüssel noch unter Eddy Paape persönlich studierte. Sein Talent als Illustrator und Szenarist führte dazu, dass er 1976 gar Nachfolger von Paape wurde und Studenten wie Andreas, Berthet, Sokal oder Schuiten zum Durchbruch verhalf. Seine Comic-Arbeiten erschienen zumeist in Zeitschriften.

Bastien Vivès

Bastien Vivès, geboren 1984 in Frankreich, studierte Grafik und Animation an der École des Gobelins. Bereits in jungen Jahren ist sein Werk umfangreich und beeindruckend: etwa mit In meinen Augen oder Für das Imperium zeigt er eine enorme stilistische Bandbreite auf hohem Niveau. Für Der Geschmack von Chlor erhielt er 2009 in Angoulême den Preis für den Besten Nachwuchskünstler. Bastien Vivès lebt und arbeitet in Paris.

Martin Quenehen

Martin Quenehens Interessen und Fähigkeiten sind breit gefächert. Er schreibt Sachbücher etwa über die Merowinger oder die Geschichte des Sozialen Wohnungsbaus, gestaltet Rundfunksendungen für France Culture etwa über Johanna von Orleans, Tupac oder Ping Pong. Er verfasste einen Roman über einen Lehrer in einem Problemviertel und den Krimi Nationalfeiertag, den Bastien Vivès illustrierte.

Jacques Tardi

Jacques Tardi wurde 1946 in Valence, Frankreich, geboren. Er studierte an den Schulen École des Beaux-Arts in Lyon und École des Arts Décoratifs in Paris. 1970 veröffentlichte er seine erste Comic-Geschichte in der Zeitschrift Pilote. Ende 2012 hat Jacques Tardi die höchste Ehrenbezeugung des französischen Staates, den Orden der Ehrenlegion abgelehnt. Er lebt und arbeitet in Paris.

Steve D

STEVE D ist einer der rätselhaftesten Autoren des „Neuen Amerika„. Sein Gefühlsleben ist extrem differenziert, vor einem Vintage-Flipperautomaten Eight Ball Deluxe kann er in Tränen ausbrechen, während Luxus-Rotlicht-Etablissements ihn kalt lassen. Mit Hingabe meditiert er in der Wüste Colorados, und mit dem Tempolimit hat er Schwierigkeiten, sobald Steely Dan oder Led Zeppelin im Radio kommen.

Laurent Galandon

Laurent Galandon wuchs sich innerhalb von fünf Jahren zum begehrten Comic-Szenaristen aus. Er prägte die anspruchsvollen Labels Grand Angle im Verlag Bamboo, Long Courrier bei Dargaud oder Signé bei Lombard. Seine Themen reichen von Kamikaze-Moslemfrauen und den Islamismus bis hin zum Krieg in Algerien und dem Völkermord an den Armeniern und dem Kampf gegen Hass und Vorurteil.

Franck Biancarelli

Franck Biancarelli, geboren 1967, war zunächst Mathelehrer, bevor er sich dem Comic widmete. 2004 erschien seine erste größere Serie mit einem Szenario von Le Tendre. Amerikaner haben sein Schaffen stark beeinflusst: Alex Toth, Noel Sieckels, Milton Caniff, John Buscema, Neal Adams, Joe Kubert, aber auch Goossens, Giraud, Rossi, Kane und Garcia-Lopez.

Richard Stark

Donald Westlake alias Richard Stark kommt 1933 in Brooklyn, New York, zur Welt. Seine Karriere als Schriftsteller begann er in den 50er Jahren mit Sci-Fi und Mystery Geschichten, bis er sich ab den 60ern dem Thriller- und Krimi-Genre zuwandte. Er paarte Gewalt- und Action-Elemente mit knochentrockenem Humor und kauzigen Hauptfiguren. Das beste Beispiel ist die John Dortmunder-Reihe, die ihn auch berühmt machen sollte. In der hochproduktiven Zeit seines 40-jährigen Schaffens veröffentlichte er ungezählte Bücher, von denen viele verfilmt wurden. Westlake starb 2008 an einem Herzinfarkt.

Darwyn Cooke

Darwyn Cooke (1962-2016) war ein kanadischer Comicautor, -zeichner und Animationskünstler. Seine erste Arbeit veröffentlichte er 1985 in dem Heft New Talent Showcase #19. In den 1990ern betätigte er sich als Storyboarder für Zeichentrickserien wie Batman, Superman sowie für Men in Black: Die Serie. Ende 2001 folgte der grafische Roman Batman: Ego sowie mit Autor Ed Brubaker eine Catwoman-Serie. Bei Marvel arbeitete er für die Serien X-Force, Spider-Man's Tangled Web und mit Stan Lee an der Miniserie Wolverine/Doop. Cooke wurde zeitlebens mit Preisen überhäuft.